Über „Hochwasser“ von Luísa Saraiva

Wann: 04.04. – 06.04.
Wo: tanzhaus nrw
Uraufführung

Foto: Dinis Santos

Aus der Reihe „Fallen“ von Julia Ehren

Der Bühnensaal ist dunkel und leer. Allmählich ermöglichen zwei immer heller werdende Spotlights den Zuschauer*innen den Blick auf zwei hängende Skulpturen. Befestigt an Lichttraversen, hängen Bestandteile der Bühnentechnik in der hinteren, linken und vorderen, rechten Ecke der Bühne. Kabel, Spots und Mehrfachstecker sind kreuz und quer in einander gesteckt und lassen weder Ordnung noch System erkennen. Eine Wendung des Blicks von der Decke hin zum Boden, lässt die geringe Bühnendarstellung unterhalb der Skulpturen erkennen. Zwei weiße Geraden durchlaufen den Bühnensaal und treffen sich in einem Schnittpunkt auf der rechten Hälfte des Bodens. Jan Ehlen, bekannt durch seine Zusammenarbeit mit der Künstlergemeinschaft RaumZeitPiraten, erschafft mit diesen Requisiten den schlichten und dennoch chaotischen Raum der Produktion „Hochwasser“ von Luisa Saraiva. Weiterlesen

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Über „WAIGNEDEH“ von Ndam Se Na / Taigué Ahmed

Wann: 04.05. + 05.05.
Wo: tanzhaus nrw
Uraufführung

Foto: Katja Illner

#1 Der Kampf für ein besseres Morgen von Julia Ehren
#2 Fünf Tänzer – eine berührende Reise von Laura Lindemann

Der Kampf für ein besseres Morgen von Julia Ehren

Das Stück „WAIGNEDEH“ des tschadischen Choreografen Taigué Ahmed und der von ihm gegründeten Organisation Ndam Se Na scheint bereits im Foyer des tanzhaus nrw zu beginnen. Es stehen maskierte Personen inmitten des Publikum-Tumults. Sie sind in einen kuttenartigen Baumwollsack eingehüllt, bloß zwei Löcher für die Augen lassen Haut durchblitzen. Statt Mund, Nase und Ohren schmücken von Stoff überzogene Hörner die Köpfe. Unabhängig davon, ob man einen Vergleich mit Science Fiction-Figuren, Außerirdischen oder gerüsteten Kämpfern aufstellt, die maskierten Figuren fallen auf, weil ihr Gesicht verfremdet ist. Man entfernt sich lieber drei Schritte von ihnen als auch nur einen auf sie zuzugehen. Dabei weiß noch niemand, wer sich darunter befindet. Zu Beginn des Stückes auf der Großen Bühne des tanzhaus nrw wird erkenntlich, dass sich fünf tschadische Tänzer mithilfe der Kostümierung unkenntlich gemacht haben. Einer von ihnen bleibt am Bühnenrand stehen. Dem Publikum möglichst nah entblößt er als erster sein Gesicht. Zwei in dem gedämmten Licht besonders hell wirkende Augen starren ins Publikum. Die Science Fiction-Figur, der Alien, der Kampfgerüstete erhält nun eine humane Individualität. Die materialistisch betrachtet reduzierte Kleidung der Tänzer – leichte Stoffe in ausgewaschenen Farben und der Verzicht auf Schuhe – können als Verweise auf die Bewohner eines Flüchtlingscamps im Tschad betrachtet werden, denn diesen Ort besuchten die Künstler*innen bei ihrer Recherchereise für das Stück. Doch ohne Vorwissen über Taigué Ahmeds Arbeit in Flüchtlingscamps wäre dieser Bezug schwer herzustellen.
Während der Performance ziehen die Tänzer immer wieder die stachelartige Maske auf und ab. Die Maske stellt eine Requisite zur Symbolisierung von Verfremdung und Individualisierung dar. Eine weitere bilden mehrere grell-orange Planen. Glatt gefaltet, über den Arm eines Tänzers gehängt dient sie als schützende Mauer, hinter der er sich verstecken und hervorlugen kann; mit Vorsicht und gestreckten Armen in die Höhe gehalten, verleiht ein anderer Tänzer dieser einen ehrwürdigen Charakter. Differente Bewegungsmuster, Körperhaltung und Umgang mit der Plane führen zu individuellen Strukturen. Manchmal ist ein Performer ganz auf sich und seinen Tanzstil fixiert, wobei ein expliziter Stil kaum erkennbar wird. Popping, Zeitgenössisch, Coupé-Decalé und afrikanischer Traditionstanz vermischen sich durch die stetige Fokussierung auf die Planen. Oft trifft ein Tänzer in seiner Bewegung auch auf einen oder mehrere andere Tänzer. Daraufhin werden Bewegungsmuster, meist in Verbindung mit einer Plane, ausgetauscht, angenommen und widergespiegelt. In verhältnismäßig wenigen Momenten des Stückes tanzen alle fünf synchron. Und auch dann dauert es nicht lange, bis einer wieder für sich alleine tanzt. Mal erinnern ihre Bewegungen an einen Zweikampf, mal werden die Köpfe aneinander gehalten, als würden sie sich gegenseitig stützen, bis sie ihren eigenen Weg wieder fortsetzen. Dieses Bewegungsschema prägt die Choreografie des gesamten Stücks. Immer wieder verleihen die Tänzer der Plane amorphen Charakter, tauchen darunter ab, zerknüllen sie, tanzen mit ihr oder um sie herum und kreuzen oder umgehen das Tanzen der anderen Performer. Der Verweis zu Camps geflüchteter Menschen liegt hier nahe: So kann die Plane für das Dach über dem Kopf, nach welchem sie sich lang gesehnt haben oder für den begrenzten Raum, den sie sich mit allen zusammen teilen müssen, stehen. Die Bilder, die die Situation von geflüchteten Menschen und ihrem Wunsch nach einem besseren „Morgen“ (so lautet der Stücktitel übersetzt) vermitteln sollen, erscheinen jedoch zum Teil eher repetitiv und dadurch eintönig. Denn leider finden sich ab dem Moment, in dem das Publikum die Bewegungsabläufe und den Fokus auf die Plane einmal erkannt hat, wenige neue Variationen des Bewegungsmaterials.
Plötzlich herrscht absolute Stille und Bewegungslosigkeit. Der kleinste der fünf Tänzer stimmt ein afrikanisches Lied ein. Er schließt seine Augen und lässt seinen Körper von seinem eigenen Gesang mitreißen. Erst jetzt, wo die Bewegungen limitiert sind und die Stimmen der Tänzer den Saal füllen, springt der Funke über. Die fünf Darsteller, die das Leben im Flüchtlingscamp erlebt und nun auf der Bühne tänzerisch vermitteln wollen, bilden durch Melodie, hoffnungsvoller Mimik und gemeinsamen Tanzen eine emotionale Verbindung zwischen den Zuschauer*innen und ihnen selbst. Auch wenn die Bedeutung der gesungenen Wörter für das Publikum unverständlich bleibt, übermitteln die veränderten, nun unbeschwerten und sachten Bewegungen Hoffnung – auf ein besseres Morgen? Auf die Erfüllung von Wünschen? Auf ein Wiedersehen geliebter Menschen? Alle fünf Tänzer steigen mit ein. Es entsteht erstmals ein emotionsgeladenes Bild auf der Bühne. Nun wird den Zuschauer*innen der Gedanke mit auf den Weg gegeben, dass Tanz die Menschen in guten und schlechten Lebenssituationen begleitet und ein besonderes und wertvolles Miteinander erzeugt.

Fünf Tänzer – eine berührende Reise von Laura Lindemann

Der tschadische Choreograf Taigué Ahmed gastiert heute mit seiner Kompanie Ndam Se Na im Tanzhaus NRW und nimmt die Zuschauer*innen mit „WAIGNEDEH“ mit auf eine Reise in den fernen Süden des Tschad. Dort gab er Tanzworkshops in Flüchtlingscamps und begleitete die dort lebenden Menschen in ihrem Alltag. So ist auch die Choreografie entstanden. Aus Sorgen, Hoffnungen, Träumen und einem lebendigen und vertrauten Miteinander.
Die Bühne wird in ein dunkles Licht getaucht. Dunkel, wie das Meer, wenn es am tiefsten ist. Auf ihm liegen grelle, quietschorange Plastikdecken, die zu kleinen Haufen zusammengeknüllt sind. Nacheinander kommen fünf Tänzer auf die Bühne. Sie tragen graue Kutten, die wie schwere Sandsäcke an ihren Körpern hängen. Massive Hauben verdecken ihre Gesichter und entmenschlichen die Künstler. Sie scheinen wie aus einer anderen Welt, zufällig auf den Planeten Erde gestoßen zu sein. Langsam beginnen sich die Tänzer auszuziehen, schälen sich aus ihren Kutten, als würden sie ihre alte Haut ablegen, neu geboren werden. Ankommen.
Unter afrikanischer Musik fangen die Fünf an sich zu bewegen, ihre wachen Augen sind ins Publikum gerichtet. Jeder nimmt sich eine der orangenen Plastikdecken und bewegt sich auf unterschiedliche Art und Weise durch den Raum. Einer versteckt sich unter ihr und kriecht mühevoll über das immer noch schwarze Meer. Ein anderer hält seine Decke wie ein Kind in seinen Armen. Der nächste tanzt mit ihr leichtfüßig durch den Raum. Jeder interpretiert die Decke anders, aber alle scheinen an sie gebunden und in einer Art Symbiose mit ihr zu sein. Die Musik geht aus. Die Bewegungen der Tänzer verlangsamen sich. Nur noch ihr keuchendes Atmen ist zu hören. Im Publikum ist es totenstill. Keine*er wagt sich auch nur ein wenig lauter zu atmen. In den Gesichtern der Künstler zeichnet sich Verzweiflung ab. Immer dichter rücken sie zusammen und verschwinden schließlich gemeinsam unter einer der Decken. Sie straucheln und es scheint, als wären sie in einem Boot, weit draußen auf dem Meer, unwissend was sie auf dem Festland erwartet, aber unglaublich gewillt, dieses zu erreichen. Sie kämpfen sich unter der Decke unentwegt vorwärts. Das funktioniert nur zäh und schleppend. Doch sie kommen an. Schweißüberströmt kriechen sie mit letzter Kraft unter der Decke hervor. Sie sind da. Die Augen eindringlich ins Publikum gerichtet, scheint jeder der Fünf zu realisieren: Ich lebe. Freiheit.
Ihre Körper sind energetisch aufgeladen und die Bühne des Tanzhauses ist plötzlich von einer unheimlichen Power und Kraft erfüllt. Zu traditioneller, fetziger Musik tanzen sich die Tänzer auf eine dynamische und elegante Art und Weise die Seele aus dem Leib. Dabei huscht immer wieder ein Strahlen über ihre einst so ausgelaugten und verzweifelten Gesichter. Ein Strahlen von Glück und tiefer, innerer Zufriedenheit. Einige Zuschauer*innen können nicht anders, als mit den Künstlern mit zu lachen. Die pure Lebensfreude, die auf einmal auf der Bühne herrscht, ist ansteckend. Die Plastikdecken erinnern nun nicht mehr an Boote, die unsicher im dunklen Meer herumtreiben, sondern an energiegeladene Feuerbälle, die die entschlossene Haltung der Tänzer bestärken. Jetzt nehmen die Künstler zu ihrem ausdrucksstarken Tanz ihre Stimme dazu und singen nacheinander die Strophe eines afrikanischen Liedes. Immer lauter, immer eindringlicher. Ihre klaren, tiefen Stimmen sind bewegend. Genau wie das gesamte Stück. Denn nach jedem Stillstand kommt eine Bewegung. „Waignedeh“ ist das Wort für „Morgen“ in Kabalaye, einer Sprache des Tschad. Und dieser ist den 5 Tänzern garantiert. Auch scheint der Morgen für die Veränderung zu stehen. Denn alles ändert sich immer. Nichts bleibt wie es war. Und meistens wird es besser.

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Über „February2018/\“ von Sarah Michelson

Wann: 22.02. + 23.02.
Wo: tanzhaus nrw

Grafik: Sarah Michelson

Verweigerung einer Künstlerin gegen Kapitalismus und die bürgerliche Bühne von Laura Lindemann

Sowohl die Bühne als auch die Zuschauer*innenplätze sind hell erleuchtet. Das werden sie auch die gesamte Show über bleiben. Auch die Türen stehen sperrangelweit offen, so dass der Charakter einer typischen Abendvorstellung im Tanzhaus NRW gar nicht erst entstehen kann. Die Kulisse erinnert an eine andere Welt, fernab von Menschlichkeit und Gefühlen. Vorherrschend sind hier Maschinen. Kleine Spielzeugautos drehen im Rückwärtsgang panisch ihre Kreise. Die surrenden Motoren sind im Publikum gut zu hören. In jeder Ecke der Bühne spielt sich eine eigene Geschichte ab, die jedoch am Ende das „Große Ganze“ bildet. Eine technologisierte und schnelllebige Wirklichkeit. In einer Ecke blinken bunte Lichter unruhig hin und her. In der nächsten laufen an eine Wand projizierte Strichmännchen ziellos ihre Bahnen. Und dann ist da noch der Schatten eines Mannes, der hektisch Klimmzüge zu machen scheint. Das passiert alles unter dem zur Szenerie konträr wirkenden Lied „Oh, let the sunshine.“ Wir befinden uns szenisch im New York der 1970er Jahre. Gespanntes Warten macht sich im Publikum breit und wird schließlich von einer adretten, jungen Frau unterbrochen, die am Bühnenrand steht und immer wieder spitze Schreie ausstößt. Weiterlesen

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Über „Dance & Resistance, Endangered Human Movements Vol. 2“ von nadaproductions / Amanda Piña

Wann: 03.02. + 04.02.
Wo: tanzhaus nrw
Im Rahmen der Reihe CEREMONY NOW!

Über die Kraft des Rituals von Kai Kopel

Die Zuschauer*innen haben gerade erst den Saal betreten, da hat das Ritual bereits begonnen. Vier Tänzerinnen schreiten zu den gleichmäßigen Klängen eines Xylofons sachte im Kreis. Das kleine Publikum nimmt um sie herum auf kreisförmig angeordneten Stühlen und Sitzkissen Platz und befindet sich schon in mitten in der Performance. „Dance & Resistance Endangered Human Movements Vol. 2“ stammt von der Choreografin Amanda Piña, die am 3. und 4. Februar im Tanzhaus NRW zu sehen war. Piña beschäftigt sich in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kooperationspartnern (zusammengefasst unter dem Label nadaproductions) in dem mehrteilig angelegten Projekt „Dance and Resistance“ mit der Rekonstruktion und Neuinterpretation von rituellen Tänzen von Naturvölkern. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Energie, die den überlieferten, zeitweise verbotenen einheimischen Tänzen innewohnt, wieder spürbar werden zu lassen und dadurch Kräfte zu wecken, die es den Naturvölkern ermöglichen, Widerstand gegen die Zerstörung ihres Lebensraumes zu leisten. Eben diese tänzerischen Kräfte versuchen die vier Tänzerinnen in der gut 70-minutigen Performance gemeinsam mit dem Publikum spürbar zu machen. Weiterlesen

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Über die Physical Introduction vor „Speak Up!“ von Alida Dors

Wann: 25.02.
Wo: tanzhaus nrw
Im Rahmen des Festivals „You’re invited, if that’s ok?“

Der Rhythmus in mir von Laura Lindemann

So. Jetzt lasse ich alles los. Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Beim Ausatmen schmeiße ich ihn raus. Den Frust über die klirrende Kälte draußen, die verpatze Klausur in der Uni und alles, was sonst noch so an hartnäckigem Ballast an mir klebt. Ich atme es einfach weg. Stehe mit beiden Beinen fest auf dem Boden, sodass ich mich sicher und verwurzelt fühle. Nichts kann mich aus der Ruhe bringen. Mein Atem fließt durch meinen Körper. Ich lege die Hand auf meine Brust und spüre mein Herz pulsieren. Tha-Bump, Tha-Bump, Tha-Bump. „Feel your heartbeat. So, I will play the music. Oh yes, that is fine. Dance with the music. Go with the rhythm. Very good.” Und ich gehe mit dem Rhythmus. Meine Füße beginnen wie von selbst, auf und ab zu wippen, meine Hüfte dreht sich im Takt zur Musik, mein Kopf neigt sich hin und her. Erst ganz zaghaft, dann immer heftiger. Ich schließe die Augen und bewege mich nur von der Musik geleitet. Mein Körper ist wie energetisch aufgeladen. Schließlich tanzen alle Teilnehmer*innen wild durch den Raum, der nun förmlich vor aufgeheizter Energie zu brennen scheint. Weiterlesen

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Über „JERADA“ von Carte Blanche & Bouchra Ouizguen

Wann: 17.02. + 18.02.
Wo: tanzhaus nrw
Im Rahmen der Reihe CEREMONY NOW!

Tanz der Moleküle von Laura Biewald

Am Wochenende des 17. und 18. Februar bekam das Tanzhaus NRW Besuch von einem besonderen Zusammenspiel: Die Kompanie Carte Blanche, die ihre Basis in Norwegen hat, führte unter der Leitung der marokkanischen Gastchoreografin Bouchra Ouizguen „JERADA“ auf – ein schwindelerregendes Stück über den alltäglichen Kampf des Individuums in der Gesellschaft.
Wie kann man in einer Gruppe überleben? Das war die Ausgangsfrage, die sich die Autodidaktin Bouchra Ouizguen, die sich für die Entwicklung der Tanzszene Marrakeschs engagiert, zu Beginn der Zusammenarbeit mit Carte Blanche gestellt hat. Eine Frage, die jeden betrifft und die ein jeder – mal mehr, mal weniger – täglich aufs Neue versucht zu beantworten. Eine Antwort wird in „JERADA“ allerdings nicht gegeben, sondern vielmehr die Fragestellung in die repetitive Figur eines sich drehenden Körpers eingerollt. Weiterlesen

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Über „Hakanaï“ von Adrien M & Claire B

Wann: 12.01. + 13.01
Wo: tanzhaus nrw
Festivaleröffnung von Temps d’Images

Von der Empfindsamkeit des Schauens von Sabina Kindlieb

Die Besucher*innen des Tanzhaus NRW begeben sich anlässlich der Eröffnung des Festivals Temps d’Images, das sich aktuellen künstlerischen Positionen zwischen Digitalität und Tanz widmet, in den großen Saal. Was sie dort antreffen, wirft Fragen auf, macht neugierig. Wie ein Würfel, mitten im Raum abgelegt, befindet sich eine 360°-Projektion. Das Publikum findet seine Plätze um jeweils drei der vier aufgestellten Leinwände herum. Manch einer denkt sich womöglich: „Von welchem Platz, aus welcher Richtung habe ich wohl den besten Blick auf die Performance?“ Geht das hier überhaupt? Manch andere entscheiden sich für ein Kissen auf dem Boden, die darauf hinweisen, dass der Raum in seiner vollen Platzkapazität aufgrund der Publikumsnachfrage voll ausgenutzt werden muss. Weiterlesen

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Über „LEVIAH“ von Reut Shemesh

Wann: 23.11.
Wo: tanzhaus nrw

Nähe und Verletzung von Ina Holev

Zwei Tänzerinnen rücken immer weiter zusammen, umarmen sich. Ein Moment inniger Verbindung. Bis sie Schläge andeuten, sich stoßen und tänzerisch Waffen darstellen. Es ist ein plötzlicher Sprung, von zwischenmenschlicher Nähe zu verletzenden Momenten. Dabei wird klar: Das zeitgenössische Tanzstück „Leviah“ der in Köln ansässigen aus Israel stammenden Choreografin und Tänzerin Reut Shemesh ist keine leichte Kost. Sie übersetzt darin ihre Erfahrungen im für alle Geschlechter verpflichtenden, israelischen Militärdienst in starke, manchmal erschreckende Bilder. 2015 wurde „Leviah“ in Köln uraufgeführt und am 23. November 2017 endlich und genauso aktuell (Stichwort #metoo-Debatte) wie vor zwei Jahren auf der kleinen Bühne des Tanzhaus NRW zu sehen. Das Stück ist jedoch nicht als Positionierung zum Nahostkonflikt zu verstehen, sondern bildet an einem autobiografischen Beispiel (der Choreografin Reut Shemesh, die neben Hella Immler die andere Tänzerin gibt) die Belastungen der Wehrpflicht ab. Insbesondere von Frauen, die in diesem Kontext auch Opfer sexueller Übergriffe sind. Weiterlesen

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Über „ZAURAK“ des MichaelDouglas Kollektivs & Prue Lang

Wann: 01.12. + 02.12.
Wo: tanzhaus nrw

#1 Mystische Verbundenheit von Florine Gewehr
#2 Heimelige Begegnung der dritten Art von Bastian Schramm
#3 Illustre Reise zu den Sternen von Kai Kopel

Mystische Verbundenheit von Florine Gewehr

Es ist der aus Theatern bekannte Moment des Innehaltens, ein magischer Moment freudiger Erwartung, der dann eintritt, wenn das Licht gedämmt und das letzte Flüstern verstummt ist, auf den das Publikum der Uraufführung „Zaurak“ des MichaelDouglas Kollektivs & Prue Lang am 01.12. im Tanzhaus NRW zunächst vergeblich wartet. Dabei ist es insbesondere die ungewohnte Unruhe im Zuschauerraum, die solange für Irritation sorgt, bis man sich der Überflüssigkeit des eigenen Wartens letztlich bewusst wird. Denn ein Warten wäre nur dann angemessen, wenn die Performance nicht schon längst begonnen hätte, doch das hat sie. Und nicht nur das. Auch die Zuschauer*innen sind, anfänglich sogar ohne eigenes Zutun, ein Teil der Performance geworden, indem sie mit großen Grundschulkinderaugen und Gefühlen des Erstaunens scheinbar selbstverständlich die Handbewegungen nachahmen, die ihnen die Tänzer*innen im Stil spiritueller Personaltrainer*innen in den Reihen des Zuschauerraumes vorführen. Während man in diesem Moment noch neugierig den Galaxie-Pullover und knallig blauen Nagellack eine*r der Personaltrainer*innen betrachtet als könne ein genaues Hinsehen Aufschluss darüber geben, was sich gerade vor den eigenen Augen entfaltet, beginnt im nächsten bereits eine galaktisch-mystische Fantasiereise für die Sinne, welcher man sich schnell gewillt ist hinzugeben.
Dabei steht das einfach gehaltene Bühnenbild, bestehend aus einem rechteckigen Tisch in der linken Ecke und angestrahlt durch einen großen Deckenscheinwerfer, an dem die Tänzer*innen nacheinander wie bei einer Prüfung auswendig Namen und Fakten aufzählen, im Gegensatz zu der Freude und Lust am Mystischen, am Fremden und Unerklärbaren, die die Tanzperformance „Zaurak“ des MichaelDouglas Kollektivs nahezu zelebriert. Thematisch bildet das Verbundensein unterschiedlicher, und im Kontext der Performance unterschiedlicher darstellerischer Elemente, den Fokus des Stückes. Und so erscheint es auch nicht sehr verwunderlich, dass die Bewegungen der fünf Tänzer*innen stets auf die Stimme der aufzählenden Person am Tisch abgestimmt bleiben. Interessant zu beobachten ist in diesem Zusammenhang insbesondere der Moment, in dem sich die Tänzer*innen gegenseitig von der Sitzposition am Tisch ablösen ohne dabei Körper- oder Blickkontakt aufzunehmen. Das scheinbar automatisierte Ablösen und der Wiedereintritt in den Kreislauf der Bewegung des*derjenigen, der*die zuvor am Tisch gesessen hat, erfolgt dabei aufgrund der perfekten Abgestimmtheit reibungslos und erweckt die Assoziation zweier Zahnräder, die ineinander greifen. Zusätzlich ist es genau diese Abgestimmtheit von Stimmen, Geräuschen und Bewegungen, die in „Zaurak“ den roten Faden der Performance bildet und die Zuschauer*innen zugleich mit Fragen nach dem eigenen Verbunden- und Eingebundensein konfrontiert.
Dass ein derartiges Verbundensein unterschiedlicher (darstellerischer) Elemente auch immer mit einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis einhergeht, wird im Rahmen der Performance deutlich, als der reibungslose Ablauf plötzlich durch eine Störung unterbrochen wird und die Tänzer*innen aufgebracht versuchen, das entstandene Chaos wieder in Ordnung zu bringen. Während es sich für den Kreislauf der Bewegungen um einen Moment der Störung, um eine unerwünschte Unterbrechung handelt, ist es für den*die Zuschauer*in jedoch eher eine Situation, die zum Schmunzeln verleitet und auf diese Art und Weise für Unterhaltung sorgt.
„Zaurak“ nimmt den*die Zuschauer*in mit auf eine fantasievolle und mystische Reise durch die Galaxie und widmet sich dabei scheinbar unerklärlichen und tausend Lichtjahre entfernten Phänomenen, wie zum Beispiel schwarzen Löchern. Dabei nähert sich die Performance mit viel Humor, tanzenden Seifenblasen und bunten Luftballons dem für uns nicht Greifbaren, ohne es erklären und damit seinem geheimnisvollen Charakter berauben zu wollen. Vielmehr lädt die Performance dazu ein, sich der eigenen Fantasie und Freude am Mystischen hinzugeben und regt gleichzeitig dazu an, unser eigenes Verbundensein, sei es im Großen mit der Welt, dem Kosmos, oder im Kleinen mit alltäglichen Elementen und Situationen, zu hinterfragen und kritisch zu reflektieren. Denn eins, und das wird in „Zaurak“ deutlich, ist eine nicht abzustreitende Wahrheit: Wir sind ein wesentlicher Bestandteil des „Flows“ und es bedarf unserer Sensibilität und Feinfühligkeit, damit weder wir selbst – noch andere Elemente – aus der Bahn geraten.

Heimelige Begegnung der dritten Art von Bastian Schramm

Geschichten über Außerirdische beginnen häufig mit einer besonders spannenden Form der Kontaktaufnahme – irgendwie müssen die fremden Geister in den Alltag einer meist sehr gewöhnlichen Gemeinschaft von Menschen eindringen, Interesse wecken, Chaos stiften und Sicherheiten auflösen. So beginnt auch „Zaurak“, das von Prue Lang in Zusammenarbeit mit den Tänzer*innen des MichaelDouglas Kollektivs choreografiert wurde und nun im Tanzhaus NRW zur Uraufführung kam. Prue Lang ist durch ihre Zusammenarbeit mit William Forsythe bekannt geworden, später hat sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei DAMPF (Dance and Media Performance Fusion) an neuen Ausdrucksformen von Performance und Tanz geforscht und mit Nicole Preisl und Richard Siegal das Kollektiv EPISODE gegründet. Der Name des MichaelDouglas Kollektiv geht auf die Tänzer Michael Maurissens und Douglas Bateman zurück, die den Gründungskern des seit 2009 bestehenden Kollektives bilden und dabei durch Lovella May Hogan, Susanne Grau, Sabina Perry und Adam Ster ergänzt werden.
Ganz in der Tradition des first contact, den man aus zahlreichen Filmen über ‚Begnungen der dritten Art‘ kennt, versuchen sich die Tänzer*innen schon während die Zuschauenden in den großen Saal des Tanzhaus NRW strömen, an ebendiesem. Von den Performer*innen, die in ihren von unifarben geprägten Outifts ein wenig an Trekkies im Fitnessstudio erinnern, werden freundliche Grußworte ausgesprochen, Hände werden ergriffen, mögliche Skepsis mit warmen Worten weggeredet. Es wird eine Verbindung zur tänzerischen Bewegung hergestellt, zum Raum, zum Universum und zur Unendlichkeit. Jäh wird diese erste gegenseitige Fühlung durch die mikrofonverstärkte Stimme von Susanne Grau unterbrochen, die an einem provisorischem Tisch sitzend das vorzustellen scheint, was ihre Familienverhältnisse sind. Doch nicht nur sie liest eine lange Reihe von Familiennamen vor, sondern auch ihre Mittänzer*innen knüpfen nach und nach mit an diesem langen Faden von Namen, der sich langsam zu entrollen beginnt und damit die Verbindung der Tänzer*innen untereinander inszeniert. Auch die Bewegungen, die die jeweils Nicht-Sprechenden dabei erproben, inszenieren körperliche Berührung untereinander und das Ausloten des geteilten Raumes. Eine Kleinigkeit wird plötzlich zum Auslöser von Streit und bezeugt, wie fragil das Gewebe der gegenseitigen Beziehungen ist. Die gemeinsame Sache wird jedoch bald wieder zum bestimmenden Element und führt zu einer Gruppenchoreografie, die mittels eines Countdowns zu einem furiosen Raketenstart wird. Endgültig ins All entrückt, spielen die Tänzer*innen Quiz und entwickeln darüber eine körperlich vermittelte Phänomenologie der neuen Umgebung. So kommt am Ende alles zusammen, das Pikometer als Einheit für die winzigste Teilchen steht neben einer Distanz von mehreren Milliarden Lichtjahren und damit dem von der Erde aus noch beobachtbaren Ende des Universums. Das Kleine und das Große, Mensch und Universum stehen am Ende verschwistert auf der Bühne und lassen die Zuschauenden in einer wohligen Schwerelosigkeit aus dem Vorstellungsraum gleiten. Im Rahmen von „Zaurak“ ist es gelungen, die schon bei den kleinsten molekularen Teilchenbindungen beginnende Kontinuität der Verbindungen zwischen Materieteilchen zu inszenieren und den Menschen an diesen undenkbar kleinen Kosmos anzubinden, ohne dabei eine Hierarchie zu eröffnen. Dass das Stück dabei an keiner Stelle in einen mystifizierenden oder gar kitschigen Gestus abrutscht, sondern eher vergnüglich von Mikro- zur Makroebene und umgekehrt hüpft, ist auf seine konzeptuelle Zugespitzheit zurückzuführen, die sich nach dem etwas langsam anbahnenden Beginn bis zum Schluss in ständiger ästhetischer Selbstüberholung steigert und dabei Purzelbäume von hard science zu wunderbar klaren, aber kreativen Bildern schlägt. Dabei gerät die Performance zu einem fröhlich warmen Band in der eigenen Eingewobenheit in die Machenschaften der freundlichen, aber äußerst korrekten Aktanten die das Universum zusammenhalten und lässt einen als Zuschauenden nach dem Ende der Vorstellung einmal mehr zum bestirnten Nachthimmel aufblicken, vielleicht nicht in Ehrfurcht und Bewunderung, sondern eher mit einem Zwinkern.

Illustre Reise zu den Sternen von Kai Kopel

Am 1. und 2. Dezember forderten das MichaelDouglas Kollektiv und die Choreografin Prue Lang die Besucher*innen des Tanzhauses NRW dazu auf, den Planeten Erde für eine Stunde zu verlassen, um mit ihnen die unendlichen Weiten des Weltalls zu erkunden – tänzerisch versteht sich. Das in Köln ansässige Kollektiv hat es sich in Zusammenarbeit mit der ehemaligen Forsythe-Performerin Prue Lang zur Aufgabe gemacht, die oft nur schwer vorstellbaren Phänomene des Kosmos, wie etwa schwarze Löcher oder eine Supernova, mithilfe von sechs tanzenden Körpern in dem Stück „Zaurak“ (benannt nach einem tausende Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernten Stern) sichtbarer zu machen.
Die sechs Tänzer*innen tragen verschiedenfarbige Alltags- und Sportbekleidung, nur der mit Sternen und kosmischem Nebel bedruckte Pullover einer Tänzerin deutet darauf hin, dass es um den Weltraum geht. Der Bühnenraum ist, bis auf den weißen Tanzboden mit einem Stuhl und einem Tisch mit einigen Versuchsutensilien darauf, weiträumig und leer wie das All. Die Tänzer*innen schreiten dort sachte im Kreis, wie Planeten, die eine Sonne umrunden. Doch ihre Umlaufbahnen verschieben sich, die Tänzer*innen verlassen sie und schlagen andere Bahnen ein, wo sie auf andere Tänzer*innen treffen und mit gewandten, ausweichenden Bewegungen mit ihnen interagieren. In diesem Universum bewegt sich viel, es folgt einer eigenen Dynamik. Abwechselnd nehmen die Performer*innen einzeln an dem Tisch platz und beginnen in alphabetischer Reihenfolge und in verschiedenen Sprachen Vor- und Nachnamen wie in einem Telefonbuch aufzusagen. Die Auflistung lässt an die Astronomie denken, wo auch jeder Stern exakt erfasst wird und einen eigenen Namen trägt. Mit eben solchen Assoziationen gelingt es den Performer*innen das Publikum abzuholen und für ihre Reise zu den Sternen zu gewinnen.
„Zaurak“ lebt von auch von der Gleichzeitigkeit und raschen Abwechslung von geschauspielerten Passagen einzelner Protagonist*innen mit Text (wie in der oben beschriebenen Szene) und dem Tanz, wobei das Augenmerk hier unwillkürlich auf die zeitlupenhaft, geschmeidige Bewegungstechnik der Tänzer*innen gerichtet ist, in der man sich immer wieder für Momente verliert: Zwei Tänzer bilden eine Sonne, reagieren in breitbeiniger Hocke und mit sanft peitschenden Händen aufeinander, womit sie womöglich die Sonnenstürme, die Energie, die von dem Stern ausgeht, symbolisieren möchten. Andere Performer*innen beginnen ferne Galaxien oder auch Titel von Science-Fiction-Filmen aufzulisten: „Star Trek“, „Gravity“, „Andromeda“; alles Mögliche, was man als Laie irgendwann einmal in Film, Fernseh-Dokus oder Fachartikeln über das Weltall gehört und gelesen hat, wird einem zurück ins Gedächtnis gerufen. An anderen Stellen geht das MichaelDouglas Kollektiv noch tiefer in die Wissenschaften hinein: Der Saal wird heller, die Tänzer*innen bewegen sich alltäglicher und etwas hektisch, und nachdem das Lego-Modell auf dem Tisch, das offenbar irgendeine winzige molekulare Struktur darstellen sollte (denn das Stück leuchtet nicht nur in den Makro-, sondern auch in den Mikrokosmos hinein), zu Bruch geht und jemand das wütend mit „I have been working on this for ages!“ kommentiert, glaubt man sich plötzlich in ein Laboratorium oder einen Hörsaal voller aufgeregter Wissenschaftler versetzt – erst recht, wenn es zu ein paar Prüfungsfragen kommt.
Eine Tänzerin fragt ihren Prüfling am anderen Ende des Raumes, welche der folgenden Darstellungen A, B oder C die Vorgänge innerhalb eines schwarzen Lochs am besten beschreibt. Und sogleich beginnen die Übrigen mit den Händen einen Tunnel zu bilden, durch den eine Tänzerin bodennah hindurchschlüpft, ehe sich der Tunnel wieder verschließt. Das passiert also in einem schwarzen Loch! Professoren für Astrophysik könnten sich an Prue Lang und dem MichaelDouglas Kollektiv ein Beispiel nehmen; ihr Einfallsreichtum bringt die Zuschauer im Laufe des Abends immer wieder zum Staunen und zum Lächeln, und das im selben Moment. Die Truppe schöpft das Potenzial der ungewöhnlichen Verbindung von Tanz mit dem Thema Weltraum voll aus. Die Tänzer*innen versammeln sich im Kreis zu einer Séance zum Erspüren kosmischer Energie (auch die Astrologie bekommt hier ihr Fett weg), um sich Augenblicke später zu Raketendonnern und nach Ablauf des eingespielten legendären Countdowns über den Boden von der Mitte ruckartig wegzudrücken, als wären sie die Funken einer startenden Saturn V-Rakete.
So bildhaft, originell und unterhaltsam wie in „Zaurak“ von Prue Lang und dem MichaelDouglas Kollektiv haben Astrophysik und zeitgenössischer Tanz wohl noch nie zuvor zusammengefunden.

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Über „Synchron“ von Tuning People & hetpaleis

Wann: 18.11. – 21.11.
Wo: tanzhaus nrw / Im Rahmen der Reihe Melancholie & Muskeln

Tanz-Training für’s Bewusstsein von Simona Kirilova

Heutzutage ins Fitnesstudio zu gehen, ist nichts Besonderes. Aber die Tanzbühne in ein Fitnessstudio umzuwandeln schon. Im Tanzhaus NRW stehen drei Tänzer*innen, die schicke Anzüge anhaben, auf drei Laufbändern. Die Choreografin Karolien Verlinden transformiert in „Synchron“ auf kreative und humorvolle Weise die alltägliche Aktion in etwas Inspirierendes und etwas zum Nachdenken um. Mit Hilfe einer Geräusch-Palette des „Foley Artists“ Fred Heuvinck baut sie einen Raum zwischen Abstraktion und Realität auf, in dem die Zuschauer*innen das Gesehene frei interpretieren können. Weiterlesen

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