Über den Workshop Afro HipHop von Kofie Da Vibe

Wann: 27.12.
Wo: tanzhaus nrw

afrolatin
Afro trifft HipHop Ein Erfahrungsbericht von Laura Rinke

Im Rahmen der AfroLatin Dance Days wurde vom 27. – 30.12. die Vielfalt der Tanz- und Musikkulturen Afrikas und Lateinamerikas präsentiert. Zahlreiche Workshops luden zum Mitmachen ein. Einer der ersten, ist der Workshop Afro HipHop bei Kofie Da Vibe.
Um 10:30 stehen die Teilnehmer*innen, darunter auch einige Anfänger*innen, vor dem Tanzsaal und warten mit Vorfreude auf den Beginn ihres Kurses. Einige der angebotenen Workshops werden mit Live-Musik begleitet. Die Rhythmen der Trommeln stimmen die Wartenden schon im Flur ein.
Ohne viel Erklärung dreht der Dozent Kofie Da Vibe die Musik auf und schon schallen die ersten AfroBeats durch das Studio 3. Das Warm-up beginnt. Er zeigt den Teilnehmer*innen grundlegende Schritte, die leicht nachzuvollziehen sind. Schnell stellt sich ein Gefühl für die afrikanischen Beats und Afro HipHop ein. Aber was ist Afro HipHop überhaupt? Allein „Afro Dance“ ist ein weiter Begriff und die vielen Workshops der AfroLatin Dance Days zeigen, wie vielfältig afrikanischer Tanz sein kann. Afro Pop, Afro House oder Afrikanischer Tanz mit Trommeln sind nur einige Beispiele. Afro HipHop kann als eine Fusion von afrikanischem Tanz und HipHop beschrieben werden, wobei der individuelle Charakter des*r einzelnen Dozent*in die Choreografie maßgeblich beeinflusst. Kofie Da Vibe selbst ist ein sehr vielseitiger Tänzer und Choreograf und ist neben Afro HipHop vor allem in der Tanzrichtung Krumping, ebenfalls eine Form des HipHops, aktiv. Das weltweit wichtigste Krumping-Battle „European Buck Session” bringt er jährlich nach Düsseldorf.
Seine Choreografie des heutigen Workshops besteht aus Basisschritten, die im Afro immer wieder auftauchen. So können die Teilnehmer*innen, die im Warm-up gelernten Schritte wieder aufgreifen und diese mit neuen Bewegungen kombinieren. Die restliche Stunde verbringen sie damit die Choreografie langsam und anfangs ohne Musik durchzugehen um sie später mit musikalischer Begleitung auszuprobieren. Mehr und mehr trägt die Musik die Tänzer*innen. Gerade im Afro Dance ist das sehr wichtig. Denn was eine Bewegungsabfolge zu „Afro” macht, ist nicht die Erklärung, welcher Fuß vor den anderen gesetzt wird, sondern das Körpergefühl an sich und die Fähigkeit, sich von der Musik leiten zu lassen. Ganz überraschend spielt Kofie Da Vibe kurz vor Ende einen neuen Song, dessen schnellerer Rhythmus für die Ausführung der Choreografie eine Herausforderung darstellt. Doch die Teilnehmer*innen nehmen diese gerne an, da zu diesem Zeitpunkt der Spaß am Tanzen eindeutig überwiegt. Die Herausforderung an sich wird dadurch in den Hintergrund gerückt. Die Tatsache, dass die Musik und der Spaß die körperliche Anstrengung verdrängt, führt dazu, dass der Lerneffekt ganz von selbst einsetzt. Am Ende sehen die Teilnehmer*innen sich selbst im Spiegel eine Choreografie tanzen, von der sie nie gedacht hätten, sie lernen zu würden.

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